Viel unterwegs im Neuen Jahr. Auch im Zug werden Recherchen betrieben und Berichte geschrieben.
Im Februar haben wir Menschen gefragt: "Was bedeutet für Sie Familiengeschichte?" – Den Clip dazu gibt es hier.
Der Februar war ereignisreich: In Köln waren wir zehn Stunden lang im Studio mit Günther Jauch zu "Wer wird Millionär?" –
der Auftritt dauerte dann leider nur wenige Sekunden.
Eine Forschungsreise im März führte mich nach Poznan, wo ich im Kirchen- (Foto) und im Staatsarchiv recherchiert habe.
Die Arbeit in Poznan half uns, in einem langjährigen Projekt ein klareres Bild zu bekommen –
wie beim Entstauben des Hochaltars in der Kathedrale nebenan.
Von Poznan ging es weiter in die alte Bischofsstadt Gniezno (Gnesen).
Das Staatsarchiv in Gniezno fällt bescheidener aus als der Dom.
In Gniezno ging es für eine jetzt in Australien lebende Familie um alte Grundbücher aus der Gegend von Witkowo.
Im April ging es schon wieder nach Polen: Zum dritten Mal in das Staatsarchiv von Zielona Góra, dem früheren Grünberg.
In Berlin machten wir uns auf die Suche nach weniger bekannten Gedenkorten als etwa dem Holocaust-Mahnmal.
Von diesem Gebäude in Berlin-Steglitz aus wurde die wirtschaftliche Ausbeutung in den Konzentrationslagern koordiniert.
Im Mai besuchten wir unseren langjährigen Klienten und Freund Pierre André Podbielski in Mailand.
Zeit und Gelegenheit gab es auch für eine Spritztour zu...
... dem berühmtesten Fresko der Welt, Leonardo da Vincis Abendmahl im Refektorium von Santa Maria delle Grazie.
In Mailand haben wir ebenfalls Gedenkorte aufgesucht, wie das Mahnmal Binario 21 im Hauptbahnhof.
Im Mai besuchten wir auch den Verein Haus Boden e.V., der sich in Dresden-Cotta dem Erhalt eines originalen
Künstlerhaushalts aus den 1910er bis 50er Jahren verschrieben hat. Über das Projekt sprachen wir mit Ulrich Müller.

Daraus entstand ein Filmportrait (8 Min) über das Haus und den Verein, das hier zu finden ist.

Der Juni war der Monat der Bücher. Wir haben besonders viel in Bibliotheken recherchiert,
vor allem in der Staatsbibliothek Unter den Linden mit ihrem 2013 eröffneten Lesesaal von HG Merz.
Im Juli haben wir etwas Urlaub gemacht und in Hagen bei Osnabrück zum ersten Mal unseren
langjährigen Klienten Dan Haneckow aus Portland/Oregon mit seiner Familie getroffen.
Eine Exkursion im August führte uns nach Hohenschönhausen.
Dies ist die Villa Heike, 1903 als Maschinenfabrik gebaut und zu Zeiten der DDR geheimes Archiv für Dokumente aus dem Nationalsozialismus.
Das ganze Gebiet unterlag zu Zeiten der DDR strengster Geheimhaltung, einschließlich dem
berüchtigten Untersuchungsgefängnis, durch das heute ehemalige Opfer der Staatsgewalt führen.
Im August führte eine Recherche nach Kamenz in Sachsen, die Heimatstadt Gotthold Ephraim Lessings,
und in das dortige Stadtarchiv, das in dem historisierenden Rathaus untergebracht ist.
Oft recherchieren wir im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde, das Dokumente aus der NS-Zeit beherbergt –
in der ehemaligen Kaserne der Leibstandarte SS Adolf Hitler.
Erfreulicherweise haben wir im Bundesarchiv auch schon unerwartete schöne Dinge entdeckt: Vorsicht, seltene Erdbienen!
Im August lag unser Hauptaugenmerk auf den Interviews mit Gunther Ostwald über seine Flucht aus Heiligenbeil in Ostpreußen im Zweiten Weltkrieg.

Aus mehr als 3 Stunden Filmmaterial haben wir 8 Clips produziert, mit spektakulären Farbdias aus den Jahren 1939-1944.
Wir werden die Clips im Februar hochladen. Um sie nicht zu verpassen, abonnieren Sie schon jetzt unseren Youtube-Kanal.

Im September kam Familie Podbielski aus Mailand zu Besuch nach Berlin und wir sprachen anhand
des Stammbaums über die tragische Familiengeschichte von Emigration und Vernichtung durch die Nazis.
Ebenfalls im September machten wir eine Exkursion nach Neuruppin, der Heimatstadt Theodor Fontanes,
dessen 200. Geburtstag 2019 gefeiert wird.
In Neuruppin hatten wir die Gelegenheit, mit einer befreundeten Architektin auf das Dach der mittelalterlichen
Klosterkirche St. Trinitatis zu klettern und uns die komplizierte Holzbalkenkonstruktion erklären zu lassen.
Im Oktober führte uns eine Recherche im Militärarchiv nach Freiburg im Breisgau. Im Zentrum der Stadt erinnert ein
eindrucksvolles Mahnmal an die von den Nazis abgebrannte Synagoge: Eine dunkle Wasserfläche in deren ehemaligen Grundrissen.
Nach der Arbeit war noch Zeit für eine Wanderung durch den Schwarzwald, die auch an mehreren
historischen Sägemühlen bei Hinterzarten vorbeiführte.
Beim Arbeiten und Leben in der Großstadt ist es wohltuend und wichtig,
regelmäßig Ausgleich und Entspannung in der Natur zu suchen...
...wie bei dem wöchentlichen Lauf durch den Grunewald, beinahe nie ohne eine Begegnung
mit Wildschweinen (die hier nicht so wild sind).
Kurz vor Weihnachten stand noch die Produktion von Probefilmen für eine intenationale
Genealogie-Konferenz auf dem Programm.
Die letzte Archivfahrt des Jahres führte in das Staatsarchiv und in die Nationalbibliothek nach Leipzig.
 
Noch ein Weihnachtsbaum: in der Staatsbibliothek Unter den Linden in Berlin.